16./17.Juli 2016 - 24h Kelheim

Das seit 1997 vom RSC Kelheim veranstaltete Rennen hat Tradition. Die Großveranstaltung in Kelheim hält die ganze Stadt in Aktion und die Fans unterstützen die Sportler tatkräftig. Der sportliche Gedanke ist das eine, aber der Benefizgedanke steht im Vordergrund. Mittlerweile wurden schon Spenden von über 140.000 € an gemeinnützige Zwecke übergeben. Das Event hat mittlerweile Volksfestcharakter und es ist für Jedermann was geboten.

Die Mischung aus Profisportlern, Freizeitradlern und Spaßfahrern macht die Veranstaltung zu einem ganz besonderen Erlebnis. Am "Col de Stausacker" herrscht Partystimmung die ganze Nacht lang. Die Sportler werden dort den Berg hochgetrieben. Kelheim muss man einfach erlebt haben...

Das dachten sich auch 3 Teammitglieder vom Radteam Lautergold / SV Hartenstein. Lars Nagel, André Berthel und André Lasch fanden sich zum 20-jährigen Jubiläum des 24-Stunden-Rennradrennens, als Team mit Ronald Kunz (Radladen Grille Bockau) und Toni Ebersbach (Rappelkiste24) unter dem Teamnamen "Haamitland Erzgebirge" zusammen.

Gewertet wurden Einzelstarter oder 5er Teams. Unsere fünf, ein Team mit viel Erfahrung im Hobby-Radsport, sowie bei anderen 24h Rennen, konnte auf hervorragende Unterstützung und Trainingsergebnisse bauen.

Der tempohärteste Radsportler Ronald Kunz übernahm den Part als Startfahrer. Er reihte sich kurz vor 14 Uhr in das Startpeloton ein. Pünktlich stürzten sich alle 198 5er Teams und 211 Einzelstarter in das Getümmel. Eine Runde mit 16,4km und 230 Höhenmetern (Höhendifferenz 167 Meter) sollte dabei beliebig oft gefahren werden, wobei Wechselstrategien jedem Team oblagen.

Es setzte sich sehr schnell, am einzigen aber langen Anstieg, eine Gruppe ab. Ronald konnte sich in der 32 Mann starken Spitzengruppe behaupten und wechselte als zwölfter auf den zweiten Teamfahrer André Lasch. Es wurde ein extrem hohes Tempo angeschlagen um möglichst mehr und mehr die Gruppe zu minimieren.

Das Team Haamitland Erzgebirge wechselte im 1-2, 1-2, 3-4, 3-4, 5-1, 5-1, 2-3, 2-3...Modus. Um kürzere Überbrückungspausen und länger Ruhepausen den laktatdurchströmten Körper zu ermöglichen. Das funktionierte wirklich gut. Durch das immer wieder sehr hoch angeschlagene Tempo minimierte sich die Führungsgruppe gleichmäßig. Jegliche Lücke wurde prompt bestraft und konnte auch nur mit viel Glück wieder geschlossen werden. Bei einer Führungsgruppengröße von 18-20 Fahrern erwischte es bei dem anfänglich sehr turbulenten Wechseln auch das Team Haamitland Erzgebirge. Eine heruntergesprunge Kette beim Wechsel zu Runde 11 brachte ca. 40 Meter Rückstand ein. Die Aufholjagd blieb trotz extremer Anstrengung glücklos, da das angeschlagene Tempo mit Führungswechel in der Spitzengruppe einmal mehr zeigte was es hieß einen 42er Schnitt zu fahren.

Beim Team Haamitland Erzgebirge quälte sich von da an jeder mindestens einmal als Einzelfahrer über den Parcours, das hieß mindestens 2 Minuten pro Runde auf die Spitze zu verlieren. Auch andere Teams waren nach und nach dem Glück nicht mehr hold in der Spitzengruppe mitzuhalten.

Nach der kurzen aber sportlich aktiven Nacht war die Messe fast gelesen. Letztendlich fuhren 6 Mannschaften an der Spitze. Mit vielen anderen rausgefallenen Mannschaften duellierten sich unser Team erfolgreich. So konnte um Platz 10-14 ordenlich mitgefahren werden. Da bildeten sich jeweils am Wechsel kleine Grüppchen(2, 3, 4 Fahrer), welche sich von der Teamnummer her mittlerweile gut kannten, auch kleine Gespräche kamen auf. Gegen Ende jeder Runde wuchs das Grüppchen immer an. Andere überholte Fahrer klemmten sich in den Windschatten, der war ja Gold wert.

Ab Sonntag 12 Uhr wurde die Wechseltaktik umgestellt und einfach durchgewechselt. So sollten die letzten 2 Stunden bis 14 Uhr mit voller Konzentration durchgetreten werden. Platz 10-12 stabilisierte sich, nach vorn ging nix mehr nur nach hinten musste abgesichert werden.

Am Ende stand der Platz 12 von 131 Männerteams zu Buche. Mit 884,25 km, 54 Runden und 12420 Höhenmeter in 24 Stunden ein hart erkämpfter 12. Platz ohne Verletzungen oder Schäden der Teammitglieder.

Ein großes Danke geht an:

für die materiellen und motivierenden Unterstützungen zum Rennen und im Vorfeld.

 

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