Der 20. Drei-Talsperren-Marathon

Der Termin war fest eingeplant. Wetterabhängig. Nachmeldung. 19.09.2015 heißt dieses Jahr: 20. DTM! Leider erwischt mich Anfang der Woche noch eine hässliche Erkältung, der ich aber, Dank Abgabe zweistelliger Geldbeträge in der Apotheke, halbwegs Herr werde.

Also wurde am Samstagvormittag noch gemütlich mit der Familie gefrühstückt, die Räder der Kinder eingeladen und dann mit der kompletten Bagage nach Eibenstock aufgebrochen. Das Wetter war familienausflugkompatibel. 

dtm-2015 lars-im-zielFlugs nachgemeldet, Startnummer für 100km bekommen aus Ermangelung für die von mir gewählten 30km Startnummern, und dann mit den Kindern beim Verkehrssicherheitstraining die Zeit verbringen.

Um kurz vor halb 12 rolle ich dann in Richtung Startbereich und fahre noch 2x den Berg hoch und runter, um mir Warmfahren einbilden zu können. Die schnellen Leute und die, die glauben es zu sein, stehen schon streberhaft vorn. Ich stelle mich demütig etwas weiter hinten an der Seite an, neben mir Marcus. Es riecht nach Muskelöl und Testosteron, während ich mit meinem museal wirkenden 26 Zoller den Unbelehrbaren der Marketingstrategen der Radindustrie mime.

Ich bin entspannt, die Ergebnisse in dieser Saison haben mir gezeigt, es reicht um vernünftig durchzukommen und im vorderen Drittel zu landen. Also gehen rund 200 Fahrer auf die Runde und ich bin überrascht über den Streckenverlauf, hatte ich mich doch auf den 5km Anstieg „gefreut“. Als ich vor Jahren mal die 30km fuhr verlief die Strecke ähnlich der 50km nur ohne Auersberg. Aber es ging nach unten und auf der anderen Seite der Hauptstraße Richtung Hundshübel durch die Wälder.

Nach dem ersten ernsthaften Anstieg fand ich mich in der 3. Gruppe wieder und versuchte von nun an die um mich Fahrenden zu motivieren, auf die 2. Gruppe aufzuschließen. Kein leichtes Unterfangen, da bei der 30 km Strecke gefühlt nur bergab gefahren wird und die Jungs um mich herum außer Markus mit seinen 27,5“ nur 29“ fahren. Damit ist man gehemmt, da die Übersetzungsbandbreite Geschwindigkeit limitiert. Aber nach ca. 10 km waren wir dran und dann ging es geschlossen mit einzelnen Ausreißversuchen Richtung Ziel. Marcus übernahm immer wieder Führungsarbeit, sehr zum Gefallen der hinter ihm Taktierenden.

Mein Tacho hatte schon frühzeitig den Dienst quittiert und als ich einen neben mir Fahrenden fragte, bei welchem km wir eigentlich gerade sind, meinte der, noch 2km zu fahren! Nun hatte ich noch in Erinnerung, daß nach der Straßenquerung der Schmerz kommen wird. Erstaunlicherweise ging es aber recht ruhig zur Sache und als ich André M. passierte, gab ich Marcus noch zu verstehen, recht zügig Rico L. zu überholen. Gegenwehr blieb zum Glück aus. Und so ging es dann nach 1h und 8min ins Ziel.

Der 20. Drei-Talsperren-MarathonAm Ende war es Platz 11 gesamt für mich und Platz 12 für Marcus. Ich rief noch schnell meine Mutter an und beschwerte mich, dass ich 15 Tage zu spät geboren wurde und ich somit Platz 5 bei den „jungen“ Senioren 1 belegte statt Platz 2 mit 30s hinter Platz 1 bei den Senioren 2. Außerdem wird mir damit auch fast 1 Jahr Senioren 2 geklaut! Egal, ich war pünktlich zum Kaffee bei der Familie wieder zu Hause.

Für Marcus Schmid war der 11. Gesamt Platz 1 in seiner AK. Matthias belegte über die 50 km den 119. Gesamt und den 1. Platz in seiner AK, sogar vor Jürgen Werner von den Bike Profis. Auch Marek war mit Platz 61 gesamt und 34. In der AK zügig unterwegs. Mein Glückwunsch.

Bleibt nur zu sagen, es war eine schöne Samstagsveranstaltung bei feinstem Herbstwetter und hat gezeigt: 26“ rules!!!


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