Der LVB Triathlon am Kulkwitzer See im Leipziger Umland stand schon seit langem wieder einmal auf meiner Liste. Nach mehrjähriger Pause meldete ich mich schon im Januar dafür an. Bewußt war mir, das 2 Wochen nach der Langdistanz in Roth das auch eine Matz werden könnte. Aber nach sehr langen Wettkämpfen fühle ich mich erfahrungsgemäß nicht tagelang KO und kann auch recht schnell wieder trainingstechnisch locker einsteigen.

So gestaltete ich mein Training nach der Challenge Roth wirklich locker und konnte mich auch gut motivieren. Ich beschränkte mich nur auf Schwimmen und Radfahren. Und ein kleines Highlight fügte ich noch ein.

Stoneman MiriquidiDen Stoneman Miriquidi mit dem MTB und noch 7 anderen "Kaputten". Im 8er Team nahmen wir bei gutem gebirgigem Wetter die 167km mit Start auf dem Rabenberg ab 7:15Uhr unter die dicken Stollen. Für mich als Straßenroller, der seit 5 Jahren kein MTB mehr gefahren ist eine "Extra-Herausforderung".

Die (lt.meiner GPS Uhr) 4558 Höhenmeter absolvierten wir mit 2 Pausen in einer Fahrzeit von 10:19h. Kurz vor Halbzeit, nach der Abfahrt vom Keilberg, hatte ich ein leicht energetisches Tief aus dem ich mich aber mit zwei Stück Kuchen, einem Kaffee, einer Cola und einem Riegel herauskatapultieren konnte. Die Zucker/Koffein-Kombination hauchte meinen Beinen wieder genug Power ein um zum morgendlichen Startpunkt zurückzukehren.

Es war richtig fetzig, das Ganze mit einem 29er Hartail abzudonnern. Vor allem bergab eine Sahne, so sicher, hätte ich nie geglaubt! Auch bergauf in schwierigen Passagen richtig klasse! Laut Uhr habe ich bei diesem Ritt 7521 kcal verballert. Schon eine interessante Zahl!


 Die Woche danach gestaltete ich mein Training wieder locker mir Belastungsspitzen beim Radeln. Die Frische und Spritzigkeit fehlte etwas, aber ich merkte das wird besser. Am Sonntagmorgen bei der Anfahrt zum LVB Triathlon (Olympische Distanz) nach Leipzig hätte ich permanent und überall stehenden Fußes einschlafen können, irgendwie war ich noch in Slowmotion. Das Wetter war nicht gut. Mir war es etwas zu kalt und der Wind drückte heftigst. Das änderte sich aber nach der Anmeldeprozedur. Da kam gleich richtig Schwung in den Tag. Fälschlicherweise bekam ich die Wettkampfunterlagen für den Sprint ausgehändigt, der fand Nachmittags statt und somit durfte ich nicht einchecken. Die Nummern waren am Rad und am Helm aber schon geklebt. So brachte ich das ganze mit Bitten und Beten zurück und hoffte das ich 'ne andere Startnummer mit zugehöriger Badekappe bekomme. Das funktionierte glücklicherweise und 20 Minuten vorm Start war ich READY!

11Uhr: Start Olympisch Lizenz hieß 300 Schwimmer - Feuer frei!! Ich kam gut weg, ich kam gut durch, ich kam an. Das Schwimmen war nicht gut aber OK. Auf´s Rad gehockt und los gebockt! Es lief gut, richtig gut. Die ersten 3km waren anstrengend, die Oberschenkel brannten. Dannach veränderte sich der Ort der ganzen Brennerei, vom Oberschenkel auf den Asphalt. Ich hatte prima Beine erwischt und somit klasse 42km. Obwohl der Wind brachial dagegen hielt, war es ein Genuß, mal wieder richtig die Sau rauszulassen. Leichte Orientierungsschwierigkeiten in der Wechselzone kosteten wertvolle Sekunden. Ich kam wohl um Platz 11 rein und verlor durch meinen prassligen Blick gleich mal 4 Plätze.

Auf der Laufstrecke machte mir dann das krampfende Zwerchfell wieder atemtechnisch Probleme, welche ich bei Km 2 aber kontrollieren konnte. Es kamen noch paar sehr gute Läufer vorbei, bei denen hätte ich eh nie mitgehen können und so lief ich als 26. nach 2:15h ins Ziel. Ich war zufrieden, obwohl in jeder Disziplin gefühlt noch Kapazität war, aber das umzusetzen gelingt halt nicht.

  • Swim 1550m 26:45min
  • Bike 42km 1:02:28h
  • Run 10km 42:55min
  • Gesamt 2:15:46h Platz 26, AK Platz 6

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