Nachdem im April die neuen Farben des Radteams Lautergold im Trainingslager auf Mallorca schon gezeigt werden konnten, wurden auch schon die ersten Wettkämpfe in diesen bestritten. Dazu jetzt ein kleiner Abriss!

Nach einem einwöchigem Trainingslager mit 970 km auf der Mittelmeerinsel, gab es eine 3-tägige Ruhephase in der das genutzte Material gepflegt wurde. Hauptsächlich galt die Zeit aber der Familie und der Erholung.

So konnte Samstag den 18.04. auch der erste Vorformtest auf der 200-km-Schleife im Spreewald zum Spreewaldmarathon gut getunt angetreten werden. Zu dritt reisten wir früh morgens nach Lübben und kamen gerade noch rechtzeitig an. Während der Startschuß schon ertönte, pumpte ich noch den Hinterreifen nach. Pumpe ins Auto - Türe zu - und noch ins vorbeirollende Feld eingefädelt. Ging gerade noch gut!

Laschinski und Roni tummelten sich schon paar Meter weiter vorn im Feld, so hieß es für mich langsam und - vor allem - sicher nach vorn arbeiten. Nach etwa 4 Kilometern konnte ich mich vorn mit einsortieren. Das ist oft die sicherste Stelle. Klar muss auch gearbeitet werden, aber darum waren wir ja am Start. Es lief Klasse bei uns. Auch konnten wir bleibende Eindrücke bei einigen anderen hinterlassen, in Form von Laktat. Bei Kilometer 100 wurde das erste mal verpflegt. Flasche auffüllen, 'nen Keks in den Mund und weiter. Auch wenn eine ca. 20 Fahrer starke Gruppe ohne zu verpflegen weiter fuhr, blieben auch ca. 30 Fahrer für einen schnellen Zug übrig. Fortan arbeiteten wir daran die Entflohenen wieder einzukassieren. Nach 30 Minuten staunten die auch nicht schlecht, dass das Paket 2 wieder da war. So ging es dann auch mit einigen Tempoverschärfungen gen Ziel. Es gelang auch 3-5 Fahrern kurz die Flucht, aber die ca. noch 35 Fahrer starke Gruppe kam gemeinsam nach 5:20h ins Ziel.


Das nächste Event sollte der Oberelbe Marathon sein. 21,1 km zu Fuß und das so schnell wie nur möglich - Diese Devise war klar! Aber da ich nicht der beste Läufer bin und auch die wirklich nötigen Kilometer fehlen, war das am Sonntag dem 26.04. ein fragliches Unterfangen. Die Startzeit 9:10 in Pirna verlangte ein zeitiges Aufstehen in der Heimat. Den PKW am Bahnhof DD abgestellt ging es mit der Bahn weiter. Im Startpreis inklusive ist die Anreise aus der "näheren Umgebung". Das funktionierte reibungslos und war sehr interessant. Die Bahn war voll, umfallen konnte keiner. Von der Ausstiegsstelle waren es ca 2,5km bis zum Startbereich. Vor Ort angekommen hieß es Teamtrikot anziehen und den Wechselbeutel mit Sachen für den Zielbereich abgeben. Das funktionierte wieder alles einwandfrei und war Spitze organisiert. Am Start sortierte ich mich weit vorn (3 Reihe) ein, um möglichst gut wegzukommen und vor dem 1:30h Zugläufer zu sein und auch zu bleiben, im besten Fall. Somit war auch das zeitliche Ziel definiert und der Startschuß brachte Gewißheit über den bescheidenen Zustand der Laufform.

Nichtsdestotrotz kümmelte ich den ersten (drei) Frauen hinterher. Bei KM 8 merkte ich, das sich eine größere Blase am rechten Fuß bildete. Ob es am wenigen Laufen oder am falschen Schuh lag...? Egal! Sehr unangenehm war's so oder so. Mit dem Tempo der flotten Damen konnte ich nicht mehr mithalten und ließ langsam reißen. Bei KM 11 schob sich dann auch der grüne Ballon mit der Aufschrift 1:30h vorbei. Ich hielt mich noch bis KM 14 in dieser Gruppe, ließ sie aber aufgrund mangelnder Form und der größer werdenden Blase am Fuß so langsam ziehen. So sehnte ich mich dem Ziel entgegen und versuchte 1,5 km vor dem Ziel nochmal ne kleine Schippe draufzulegen, was kläglich scheiterte. Die Beinchen waren fest wie Steinsäulen. So beendete ich nach 1:33h meinen ersten Oberelbe Marathon über die 21,1km als 99. in der Männergesamtwertung. Grundsätzlich bin ich aber mit meiner Zeit und Platzierung zufrieden.


Der nächste Wettkampf und erstes Highlight in der 2015er Saison, auch noch als Team, sollte das 100km Mannschaftszeitfahren im Rossauer Wald bei den Radsportlern aus Hainichen sein. Unser Team bestand wie in den letzten beiden Jahren aus Laschinski, Roni, Thomas und mir. Als erfahrene Zeitfahrer fieberten wir schon Wochen vorher dem Auftakt entgegen.

Unser Start vormittags in der ersten Startwelle 10 Uhr erwies sich als nicht perfekt. Die Strecke war beim Start noch richtig schön naß. Diesen kleinen Nachteil hatten aber wenigstens alle Vormittagsstarter. So etablierten wir uns vorerst als 2. mit 2.16:55h. Wobei ich 3 Runden vor dem Ziel, bei KM 85, meine 3 perfekt funktionierenden Teamer davon fahren ließ. Während wir danach noch 1h in der Rossauer Ecke ausdemmelten und ich meinen Beinen wieder Sauerstoff einhauchte startete das MZF mit der Nachmittagswelle. Bei nun klasse trockenen Bedingungen fuhren gleich 4 Teams vor uns ein und wir konnten dennoch mit einem 6. Platz zufrieden sein. Es war sportlich gesehen ein gelungener Tag und wir brauchen uns mit unserer Leistung nicht zu verstecken. Dem Gewinnerteam war eh keiner gewachsen - Hochkaräter vom Feinsten.


Vorbereitungs- und Testwettkampf für meinen Start in Roth über die Langdistanz sollte der Schloss Triathlon Moritzburg eine Mitteldistanz (1,9km/90km/21km) werden. Als erster Triathlon in dieser Saison, war ich schon recht gespannt, wie rund das Gesamtpaket ist. Als Versuch nahm ich mir vor, auf dem Rad verhalten zu agieren um zu sehen wie meine Problemdiziplin, das Laufen, sich dann noch gestalten läßt.

Eine Stunde vor dem Start wurde auf Grund der Wassertemperatur von über 23 Grad ein Neoprenverbot für alle ausgesprochen. So brachten 11:10 Uhr 223 Halbdistanzstarter auch ohne Schwimmhilfe den Schlossteich ordentlich zum brodeln. Ich kam gut weg und fühlte - das läuft. Das gute Gefühl ließ etwas nach und ich war über 34 Minuten für die 1,9 km nicht sehr begeistert. Ich machte mich aber nicht verrückt und freute mich auf den neuen schnellen Radkurs.

Es lief hervorragend rund und ich musste mich sehr zurückhalten, um meinen Plan, "locker" zu fahren, nicht über Bord zu werfen. Ich testete trotzdem kurzphasig mit kräftig rundem Druck zu fahren. 2:16h für die 90km - OK! 5 Minuten schneller wären beim Radeln bis dato nicht problematisch gewesen. Im Wechselgarten verbummelte ich unnötig Zeit - wie blöd! Die ersten 4 Kilometer der Laufstrecke waren auch kein Zuckerschlecken. Warum? Nicht erklärlich!

Mein krampfendes Zwerchfell verhinderte das ich ordentliche tiefe Atemzüge hätte machen können. Glücklicherweise besserte sich das nach den 4km im Schneckentempo. Es wurde zwar dann auch nicht richtig schnell aber für meine Langdistanz in Roth ausreichend.

54. Gesamtrang und AK Platz 10 standen mit den 4:44:07h zu Buche. Schneller wird's scheinbar nicht mehr - trotzdem kann ich zufrieden sein. Schwimmen 34:41 min - Rad 2:16:57h - Lauf 1:47:46h.


Am 27.06. nutzte ich nochmal den Koberbach Triathlon (olympisch: 1,5km/36km/9km) um Wettkampfluft zu schnuppern. Diesmal sollte aber mehr Tempo im Vordergrund stehen, besonders auf dem Rad. Da der Test von Moritzburg zeigte: "es ist egal, für den anschließenden Lauf". Beim Schwimmen war leider wieder schnell die Luft raus. Es mangelt an Schwimmkraft. Dafür lief es auf dem Rad sehr gut, da wäre auch noch etwas mehr drin gewesen, aber da reden wir von nicht einmal einer Minute. Den abschließenden Crosslauf konnte ich in einem für mich gut laufbarem Tempo zu Ende bringen.

Am Ende 2:08:13h, Platz 18 Gesamt und Platz 3 in der Altersklasse. Schwimmen 25:26 min - Rad 55:15 min - Lauf 45:02 min.


Letzer Check on Bike, das Bergzeitfahren auf dem Radweg Aue zum Familien-Fahrrad-Fest. 11 km und 100 Höhenmeter galt es schnellstmöglich zurückzulegen. Für mich allgemein etwas zu kurz, aber als regionales Radteam eine Pflichtveranstaltung, die gerne in Anspruch genommen wurde.

So standen auch 5 Teammitglieder am Start und waren bereit, sich Uwe Ampler - Weltmeister, Olympiasieger und Friedensfahrt-Gewinner zu stellen. Uwe Ampler startete als Nummer 1 und legte die zu schlagende Zeit vor. Beachtlich was der Fünfzigjährige noch so drauf hat. Das wünsch' ich mir in diesem Alter auch. Viele namhaft Regionalbekannte folgten dem Ruf zu diesem Zeitfahren. Vorab konnte man schon erkennen, dass die Leistungsdichte sehr hoch ist . Bei Temperaturen um 33°C schenkte man sich nichts. Jeder versuchte das Beste aus seinem Beinen heraus zuholen. Am besten gelang dies Ronald Kunz in 16:21min vom Grille Radteam Bockau.

Lautergold Radteam:
Andre Berthel 17:05min, Andre Lasch 17:26min, Thomas Jänsch (Gaststarter) 17:52min, Gerald Martin 19:30min, Kevin Förster 20:41min.


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